Die handgemachten ukrainischen Puppen mit ihren kunstvollen Stickereien sind ein weiteres bekanntes Merkmal der ukrainischen Kultur. Am 19.November 2015 um 19:15 Uhr geben wir in Hamburg St. Georg, Zimmerpforte 8, Ecke Hansaplatz 10 eine kleine Einführung in die Anfertigung dieser Puppen. |
Allgemein
Rückblick: 3. Internationaler Kultur-Kongress der Östlichen Partnerschaft in Lviv, 4.-6. September 2015
Der 3. Internationale Kulturkongress der Östlichen Partnerschaft fand am 4.-6. September in den Räumen der Ivan Franko Universität in Lviv statt. Schirmherren des Kongresses waren Ministerien (z.B. für Kultur oder Außenpolitik) verschiedener osteuropäischer Länder: Polen, Georgien, Moldawien und Ukraine. Wir hatten die Möglichkeit, zu zweit an diesem Kongress teilzunehmen und wollen hier kurz von unseren Eindrücken berichten.

Thema des Kongresses war: Die Mission von Kultur in Krisenzeiten. Das wurde in mehrere Unterthemen unterteilt:
- Die Krise der europäischen Werte
- Angst in Kultur und die Kultur der Angst
- Kunst als Triebfeder von Änderungen
- Kulturpolitik und Kulturökonomie
- Kultur und ihre Kommunikationsmittel
Zu jedem Unterthema fanden dann jeweils mehrere Vorträge, Diskussionen und Workshops statt.
Abends gab es an verschiedenen Orten in Lviv ein Programm aus Performance, Theater und Musik – etwa wurde auch direkt vor der Universität, neben dem Ivan Franko Denkmal eine Freilichtbühne aufgestellt.

Die Eröffnung wurde moderiert von dem Übersetzer und Schriftsteller Jurko Prokhasko. Die eigentlich für die Eröffnung geplante Ansprache vom ehemaligen georgischen Präsidenten Mikheil Saakashvili musste wegen eines Terminkonflikts auf den Abschlusstag verschoben werden.
Die erste Diskussion war alle Unterthemen übergreifend. Mikhail Gnedovskyj aus Russland und Pascal Brunet aus Frankreich diskutierten unter Leitung von Oksana Forostyna vom Journal „Krytyka“ über die Mission von Kultur in Krisenzeiten.
Anschließend fanden für jedes der fünf Unterthemen jeweils parallel Veranstaltungen statt.

Die Diskussionsveranstaltungen waren alle hochinteressant. Allerdings gab es einige, die uns besonders beeindruckten. Hier sei ganz besonders die der ehemaligen Dissidenten aus 4 früheren Ostblockstaaten genannt, ganz besondere Menschen, die davon berichteten, wie sie in ihren jeweiligen Situationen mit der Furcht umgingen.
Sprecher waren Gábor Demszky, damals führender Oppositioneller in Ungarn, Myroslav Marynovych, Menschenrechtler aus der Ukraine und Mitbegründer der ukrainischen Helsinki-Gruppe, Jiří Dědeček, Musiker und Künstler im damaligen tschechischen kulturellen Untergrund sowie Karol Modzelewsky, polnischer Intellektueller, dem die unabhängige polnische Gewerkschaft „Solidarität“ ihren Namen verdankte.

Ein weiterer Höhepunkt war die Veranstaltung „‚Europäische Werte‘ in ukrainischen und postsowjetischen Kontexten“. Sprecher waren Alexei Bratochkin, Historiker aus Belorus, Yaroslav Hrytsak, Historiker aus der Ukraine, Refat Tschubarow, Historiker und krimtartarischer Politiker aus der Ukraine sowie Yevhen Holovakha, Soziologe aus der Ukraine.
Das Thema war natürlich aufgrund des Krieges in der Ukraine, der Annexion der Krym und der Frage, wie Europa sich zu all diesen Dingen verhalten sollte, hochaktuell.

Als letzte Veranstaltung am Samstagabend sprach dann Mikheil Saakashvili – in bestem Ukrainisch, wie wir mit Freude feststellten. Er erzählte u.a. von seinem Studium in der Ukraine (in Tiflis hätte man damals nur mit Verbindungen einen Studienplatz bekommen, die er freilich nicht hatte), von den Problemen, in den Köpfen einen Übergang vom Homo Sowjeticus zum modernen, europäisch geprägten Menschen zu erreichen.
Anschließend ging er ausführlich auf Fragen aus dem Auditorium ein.
Besondere Erwähnung verdienen noch die Konzerte am Abend. Leider war das Wetter für Open Air schon etwas kalt. Mit „vielschichtiger“ Sommerkleidung ausgestattet machten aber wir wie auch einige andere uns abends auf den Weg zur Freilichtbühne vor der Universität. Dort gab es am ersten Abend ein sehr beeindruckendes Konzert der Telnjuk-Schwestern, vor allem mit Vertonungen der Lyrik großer ukrainischer Dichter, wie z.B. Taras Schewtschenko oder Oksana Sabuschko.
Weitere interessante Auftritte waren z.B. der des Sängers von Mertwyj Piwen, Misko Barbara, der ein Solo-Programm aufführte sowie Mariana Sadovska, die zusammen mit drei anderen Sängerinnen (Folk-Ensamble „Kurbasy“) und 4 Kontrabassisten eine Interpretation von Texten des ukrainischen Schriftstellers und Lyrikers Serhij Zhadan aufführten.
Wir kehrten nach hause zurück mit Erinnerungen an sehr interessante Diskussionen, neue Bekanntschaften und Ideen für neue Projekte und freuen uns schon auf den nächsten Kongress, der in zwei Jahren stattfinden wird – wie so schön bei der Abschlussveranstaltung von einem der Moderatoren in Worte gefasst: „vielleicht in Moskau, wenn bis dahin dort die notwendigen Änderungen stattgefunden haben!“
Ukrainischer Sprachclub Hamburg
Wir wollen noch einmal an unseren Ukrainisch-Sprachclub erinnern. Seit einigen Monaten treffen wir uns ungefähr alle 2 Wochen in unserem Raum am Hansaplatz mit einer kleinen Gruppe von Sprachinteressierten. Hierdurch wollen wir Menschen, die gern Ukrainisch lernen wollen, die Möglichkeit geben, gemeinsam mit Muttersprachlern die Sprache zu üben und etwas dazu zu lernen.
Die Gruppe wird von Nataliya Kostyak geleitet, die Sprachlehrerin mit langjähriger Erfahrung ist. An den gemeinsamen Abenden wird gesprochen, am Aufbau eines grundlegenden Vokabulars gearbeitet und die Grammatik der ukrainischen Sprache vermittelt. Für die Teilnahme erbitten jeweils wir eine kleine Spende in unser Vereins-Sparschwein.
Aktuell haben wir noch etwas Platz in der Gruppe und können noch Interessierte aufnehmen. Wer Interesse hat, melde sich gern über die Facebookseite des Sprachclubs!
20. August – Ukrainische Lieder singen
Am Donnerstag, dem 20. August, ab 19:30 Uhr, wollen wir zuammen ukrainische Lieder singen.
Wir treffen uns dazu in der Zimmerpforte 8, Ecke Hansapatz 10. Wir können etwa 30 Leute aufnehmen, bitte erkundigt Euch ggf. vorher, ob noch Platz ist!
Wir treffen uns am Donnerstag, dem 20. August 2015 ab 19:30 Uhr in Hamburg St. Georg, Zimmerpforte 8, Ecke Hansaplatz 10:
30. Juli – Ukrainische Lieder singen
Am Donnerstag, dem 30. Juli, ab 19:30 Uhr, wollen wir zuammen ukrainische Lieder singen.
Wir treffen uns dazu in der Zimmerpforte 8, Ecke Hansapatz 10. Wir können etwa 30 Leute aufnehmen, bitte erkundigt Euch ggf. vorher, ob noch Platz ist! Facebook-Nutzer können sich hier eintragen: Спів украЇнських пісень.
Wir treffen uns am Donnerstag, dem 30. Juli 2015 ab 19:30 Uhr in Hamburg St. Georg, Zimmerpforte 8, Ecke Hansaplatz 10:
Rückblick – Erster Ukrainischer Literaturabend
Unser erster ukrainischer Literaturabend war zeitgenössischen ukrainischen Autoren gewidmet. Es wurden verschiedene Textausschnitte gelesen und darüber angeregt diskutiert.
Einen größeren Teil der Lesungen und Diskussion nahm Taras Prochasko und das Bild, das er von der Ukraine zeichnet ein. Ein Ausschnitt aus dieser Diskussion kann – in ukrainischer Sprache – hier angesehen werden:
Galerie – Meisterklasse „Ukrainische Wyschywanka“
Am 25. Juni 2015 fand in unserem Raum am Hansaplatz, Zimmerpforte 8 die lang erwartete Meisterklasse statt, wo uns Florina Chudnovska und Julia SP eine professionelle Einführung gaben, wie man die berühmten traditionell-ukrainischen Stickhemden herstellt. Es war eine konzentrierte und trotzdem heitere Runde, und der lange Tisch war voll besetzt. Trotz der kurzen Zeit und der vielen Teilnehmerinnen konnte am Ende jede etwas mit nach Hause nehmen. Wir sind alle gespannt auf den zweiten Teil, den wir auf jeden Fall fest vorhaben!
Bilder von der Meisterklasse, vielen Dank an Nataliya, Martin und Ina für die Photos!
Ganz „nebenher“ diente unsere Meisterklasse auch einem guten Zweck – wir veranstalteten eine kleine Sammlung, für deren Erlös wir für ukrainische Frauen dort dringend benötigte Hygiene-Artikel beschaffen werden. Vielen Dank an alle großzügigen Spenderinnen und natürlich vor allem an unsere beiden großartigen Leiterinnen der Veranstaltung, Florina und Julia!
25. Juni: Meisterklasse Ukrainische Wyschywanka
Das traditionelle bestickte Hemd, die Wyschywanka, ist eines der bekanntesten Erkennungsmerkmale ukrainischer Kultur. Am 25. Juni ab 19:15 Uhr geben wir in Hamburg St. Georg, Zimmerpforte 8, Ecke Hansaplatz 10 eine kleine Einführung in die Kunst, eine Wyschywanka anzufertigen.
18. Juni – Treffen deutsch-ukrainischer Paare
Nachdem wir schon einmal zusammen gesessen haben, ist dies das zweite Treffen. Wer letztes Mal nicht dabei war, ist herzlich eingeladen, dazu zu kommen.
Im Mittelpunkt steht weiter das Kennenlernen, auch ein paar weitere Schritte mit der ukrainischen Sprache – und einfach, wonach uns ist!
Wir treffen uns am Donnerstag, dem 18. Juni 2015 ab 19:15 Uhr in Hamburg St. Georg, Zimmerpforte 8, Ecke Hansaplatz 10:
11. Juni – Ukrainische Küche

Am 11. Juni wird gekocht. Im Mittelpunkt steht die Küche aus der Zentralukraine, aber nicht nur Rezepte, sondern auch Traditionen rund ums Essen. Wir haben zwei Gäste aus dem Kyiver Gebiet eingeladen, die uns auf einen kleinen Streifzug mitnehmen werden. Es wird gekocht, aber auch erzählt, ausgetauscht und natürlich probiert.
Wir treffen uns am Donnerstag, dem 11. Juni 2015 ab 19:15 Uhr in Hamburg St. Georg, Zimmerpforte 8, Ecke Hansaplatz 10:















